Symbolbild Schild der AWO

26.02.2020
Freie Wähler informieren sich bei der AWO-Schuldnerberatung und der KASA der Diakonie

SCHWABACH – Wie kann man Schwabacher Bürgerinnen und Bürgern in finanziellen oder familiären Notlagen Unterstützung bieten? Darüber wollten OB-Kandidat Dr. Markus Hoffmann mit den für einen Sitz im Stadtrat kandidierenden Annette Lauterbach und Frank Staub mit der Schuldnerberatung der AWO und der Kirchlichen allgemeinen Sozialarbeit der Diakonie in Schwabach sprechen. Der Austausch mit Sabine Albuscheit von der AWO sowie Christine Biemann-Hubert von der Diakonie war von hohem Informationsgehalt geprägt.

Viele Schuldner kommen unvermittelt in eine Situation, welche sie häufig nicht zu vertreten haben. Krankheit oder Jobverlust sind meistens der Beginn einer Abwärtsspirale. Post wird nicht mehr geöffnet oder die neue Adresse nicht mehr gemeldet. Frau Albuscheit und Frau Biemann-Hubert haben oft mit Menschen zu tun, die trotz intensiver Beratung bei der Umsetzung begleitet/an die Hand genommen werden müssten. Daher wünschen sie sich insbesondere im Bereich Wohnungssuche und Abwicklung des Umzugs, evtl. auch als Begleitung bei Behördengängen eine Stelle, die zeitlich begrenzt Menschen hierbei unterstützt. Frank Staub greift dies sofort auf: "Jemand, der hilft das Wichtigste zu regeln und sich nach Abschluss der Maßnahmen wieder zurück zieht". Damit gewährleiste man auch die weitere Selbständigkeit der Betroffenen.

Sehr zufrieden zeigen sich Frau Albuscheit und Frau Biemann-Hubert mit der Kooperation des "Arbeitskreises Wohnen". Hier arbeiten verschiedene Stellen wie die Stadt Schwabach, Jobcenter, GEWOBAU, Diakonie und AWO zusammen, um die Wohnungssituation im Bereich "Soziales Wohnen" zu verbessern.
Für OB-Kandidat Markus Hoffmann ist gerade die Wohnraumsituation konkret zu betrachten. Er sieht, nachdem sich im Landkreis Roth keine Anlaufstelle befindet, gerade die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit als erforderlich an. Hier müsse man mit den angrenzenden Kommunen und Landkreisen sprechen, damit sich nicht alles in Schwabach konzentriert. "Es gibt dort auch reichlich Flächen, welche für die Bebauung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus zur Verfügung stünden, welche die Stadt Schwabach eben kaum noch hat", so Hoffmann.

In Schwabach selbst sehen die Freie Wähler durchaus Möglichkeiten, Wohnraum zu schaffen, der auch übergangsweise genutzt werden könne. Dem Wunsch der AWO und der Diakonie nach 1- bis 2-Zimmer-Einheiten könne nach Überzeugung von Hoffmann seitens der Stadt durchaus entsprochen werden. Auch betreute Wohngemeinschaften müssen nach Ansicht von Hoffmann und Lauterbach in Schwabach wieder mehr in den Vordergrund rücken. Der regelmäßige Austausch, darüber waren sich am Ende alle einig, muss weiter aufrecht erhalten bleiben. Kurze Wege und schnelle Entscheidungen sind Kernelemente, die sich Hoffmann hier wünscht.