Eine Gruppe der FREIEN WÄHLER Schwabach lauscht den Erzählungen von Dr. Rezarta Reimann im Haus der Begegnungen (Foto: Frank Staub)

04.07.2022
Freie Wähler besuchen das Schwabacher „Haus der Begegnungen“

SCHWABACH – Eine Gruppe der Freien Wähler Schwabach besuchte das Schwabacher „Haus der Begegnungen“. Dr. Rezarta Reimann als Vorsitzende des „Fördervereins für Integrationsarbeit“ führte nicht nur durch die Immobilie, sondern gab insbesondere einen interessanten und hintergründigen Einblick in die Geschichte und Entstehung sowie die Arbeit des Projektes.

Auf der Aich, inmitten der Altstadt konnten sich die Mitglieder der Freien Wähler ein Bild davon machen, was der inzwischen verstorbene, großzügige Gönner der Stadt Schwabach und Integrations-Stiftungsgründer Bernd-Dieter Jesinghausen 2015 initiiert hat. Er wollte den Zusammenhalt der Gesellschaft fördern und einen gemeinsamen Treffpunkt schaffen, der für alle zum Begegnungsort wird. Rezarta Reimann berichtete, dass der Unternehmer die finale Umsetzung der Idee durch seinen Tod jedoch nicht mehr miterleben konnte.

Mit Stolz erzählte die Gesamtkoordinatorin des Projektes von der Vielschichtigkeit der Menschen, welche sich im Haus der Begegnungen treffen, sowie der breiten Themenpalette von Chancengleichheit, Demokratieförderung über Integration sowie Inklusion, welche sich hier wiederfindet. Sie legt großen Wert darauf, dass es gerade das „Haus der Begegnungen“ ist, nicht nur einer Begegnung! Viele Menschen sollen sich hier gerade eben zu unterschiedlichen Anlässen treffen und die Bürgerinnen und Bürger Schwabachs zur kulturellen Teilhabe eingeladen sein.

Alle im Verein handeln ehrenamtlich und man freut sich über jede Spende, so Reimann. Man findet Veranstaltungen z.B. des Internationalen Integrationsbundes, des Bund Naturschutzes, diverser Selbsthilfegruppen, Amnesty International. Ebenfalls finden Deutschkurse statt, Kinder werden betreut und das Asyl-Café bietet in einer schönen, offenen Küche Essen für Bedürftige an. Die Zahl derer, die zum Essen kommen, steigt stetig, so Reimann. Und für Pilgerer des Jakobsweges ist auch Platz, ein kleines Zimmer mit Stockbett bietet eine Unterkunft auf der Durchreise.

Das von der GeWo-Bau gekaufte sowie komplett sanierte und renovierte Objekt ist an den Förderverein für Integrationsarbeit langfristig vermietet, die Miete trägt die von Unternehmer Jesinghausen ins Leben gerufene Integrations-Stiftung. Das Stiftungsvermögen, so hat es Jesinghausen verfügt, soll über die nächsten 15 Jahre im Rahmen einer Verbrauchsstiftung verwendet werden. Viele Schwabacher wissen um dieses Angebot noch nicht, die Freien Wähler waren begeistert. Mit einer großzügigen Spende bedankte sich FW-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, Bruno Humpenöder, bei Dr. Reimann für die interessanten Ausführungen.