19.01.2020
Landtagsabgeordneter und stellvertretender Landrat bei den Freien Wählern

SCHWABACH – Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung "FW-Einblick" hatten die Freien Wähler Schwabach diesmal den FW-Abgeordneten im Bayerischen Landtag, Wolfgang Hauber, sowie den stellvertretenden Landrat und 1. Bürgermeister Kammersteins, Walter Schnell zu Gast. In einer durchaus munteren Diskussionsrunde mit Schwabacher Bürgern erhielt man nicht nur Informationen rund um die Arbeit im Bayerischen Landtag, sondern insbesondere sprach man auch über kommunalpolitische Aspekte, welche die Freien Wähler Schwabach auf der Agenda sehen.

Zahlreiche Teilnehmer erlebten einen kurzweiligen Abend, bei dem zu Beginn vom Landtagsabgeordneten Hauber ein klares Statement zu hören war, was die Freien Wähler in Bayern bereits umgesetzt haben sowie an welchen weiteren Initiativen gearbeitet wird, welche auch den Kommunen und damit den Bürgern Schwabachs zu Gute kommen. Vieles strahlt auf die kommunale Ebene aus und wird dort durch die örtlichen Freien Wähler noch tiefer in Städte und Gemeinden hineingetragen. Dies gelte auch für Schwabach.

Oberbürgermeisterkandidat Dr. Markus Hoffmann hat eine klare Vorstellung: Wir brauchen den Austausch mit der Landespolitik, denn die Interessen der Schwabacher Bürgerinnen und Bürger müssen auch mal den Weg in den Bayerischen Landtag finden. Und bei MdL Hauber als innenpolitischen Sprecher der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, welcher auch dem Ausschuss für kommunale Interessen angehört, hat man jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner. Hauber stellte klar, dass die Freien Wähler im Landtag das Sprachrohr der kommunalen Freien Wähler-Vereinigungen, so auch für die in Schwabach, sind.

Hoffmann und Hauber zeigten auf, dass die Freien Wähler z.B. die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge erreicht hätten. Ein gleiches Einstiegsgehalt und gleiche Bezahlung für Grundschullehrer sind weitere Landesthemen, welche unmittelbar auch auf die Kommunen wirken. "Die bisherigen Staatsregierungen hätten diese Entwicklung verschlafen, wir brauchen Lehrer", so Hauber. Walter Schnell fand in einer regen Diskussion dabei Zustimmung dafür, dass die Ausbildung der Lehrkräfte insgesamt reformiert werden müsse, hin zu mehr Kompetenz im Umgang und in der Führung der Schüler bei weniger Vermittlung hoch-speziellen Fachwissens.

OB-Kandidat Hoffmann gab ergänzend einen Einblick, wie er Schwabach in Bewegung bringen will. So sei ein klares und schlüssiges Verkehrskonzept für die Zukunft ebenso wichtig wie Klimaschutz. Die Stadt müsse wohldosiert Bevölkerungszuwachs mit infrastruktureller Leistungsfähigkeit und Entwicklungsverträglichkeit vereinen. "Wir sind gut beraten, unsere Stärken zu bewahren. Wachsen um jeden Preis kann nicht das Ziel sein", so Hoffmann.

"Der Stadtrat müsse rein digital arbeiten", warf FW-Listenkandidat Frank Staub ein. Demnach könne es nicht angehen, in der heutigen Zeit noch mit Ordnern an Papier in Sitzungen hinein und aus diesen mit noch mehr Papier heraus zu kommen, wenn es dafür auch digitale Möglichkeiten gebe. Auch die Jugend müsse eingebunden werden. Hier denken Hoffmann und Mitstreiter quer und könnten sich durchaus einmal ein Jugendparlament vorstellen, dessen Interessen auf die Stadtentwicklung Einfluss nehmen kann. Die Bürger müssen mehr beteiligt werden, dies betreffe z.B. Bauplanungsvorhaben oder ein Radewegekonzept. Dies seien klare Aufgaben eines neuen Stadtparlaments. Auch die interkommunale Zusammenarbeit sei ein Thema der Zukunft, miteinander statt neben- oder gegeneinander. Durch Schwabach müsse jetzt ein Ruck gehen!